Nahrung und Wasser

Die Leere wimmelt nur so von Leben. Riesige Schwärme vogelgleicher Kreaturen, genannt Flügler, durchstreifen die Himmel und sehen nur selten Land. Seltsame, essbare, wurzellose Pflanzen, die ihre Nahrung aus der Luft beziehen, treiben auf dem Wind. Die Himmel sind weit, doch obwohl Leben im Überfluss vorhanden ist, erfordert es ständige Bemühungen, genug zu finden und zu ernten, um eine Insel zu ernähren. Der Großteil der Inseln unterhält Flotten von Kuttern, die fortwährend die Himmel durchsegeln, ihre Schleppnetze meilenweit hinter sich gespannt, um Nahrung zu sammeln. Diese Schleppnetzfischerei ist riskant Schiffe verschwinden in der Leere und werden nie wieder gesehen, Opfer von Piraten, Raubtieren oder anderen Gefahren –, aber ihre Rolle ist ein essenzieller Bestandteil des Lebens in den Himmeln. Die meisten Schiffe, die durch die Leere reisen, müssen Netze auswerfen. Diese sammeln gewöhnlich genug Lebensmittel, um die Besatzung zu ernähren. Sollte ein solches Schiff einen Überschuss erwirtschaften, findet die Besatzung im nächsten Hafen mit Sicherheit einen interessierten Käufer. Viele Inseln ergänzen den Netzfang, indem sie essbare Pilze auf den Unterinseln – kleine Inseln, die konstant im Schatten der Hauptinseln stehen – züchten, und jegliche Pflanzen und Tiere nutzen, die ihr Klima unterstützt. Inselbewohner sind rücksichtslos pragmatisch, und so dienen die Unterinseln meist auch als Begräbnisstätten. In den Geborstenen Himmeln bleibt nichts ungenutzt. Durst ist ein ständiges Problem in den Himmeln. Nur sehr wenige Inseln verfügen über stehende Gewässer, und Seen werden nicht durch Quellen oder unterirdische Ströme, sondern nur durch Regen gespeist. Inseln, auf denen Dürre herrscht, sind gezwungen, ihren spärlichen Niederschlag mit Wasser aufzustocken, das sie von glücklicheren Inseln importieren. Hunderte von Meilen über der höchsten bewohnten Insel schwebt die Schwindende See – die größte bekannte Landmasse. Ihre Kartographierung ist noch lange nicht abgeschlossen. Diese Insel ist von einem massiven Gletscher bedeckt, von dem ständig Eis in die Leere bricht. Das Eis schmilzt, während es durch wärmere Breiten sinkt, und fällt als Schnee oder Regen auf die darunterliegenden Inseln hernieder. Starke Luftströmungen in großer Höhe tragen sogar gelegentlich auch Regen zu den entferntesten Inseln. Einige Orkstämme zwingen Sklaven und Sträflinge dazu, Eis in der Schwindenden See abzubauen und schaffen es fort, um es an Not leidende Inseln zu verkaufen.

Nahrung und Wasser

Sundered Skies SvenHo